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Chronologie der rechtsextremen Ereignisse in Merken |
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23.05.2009 |
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01.06.2009 |
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02.06.2009 - Hans-Peter Vitzer entschuldigt sich über die Presse bei der Merkener Bevölkerung und schäumt auch am Dienstag, fast zehn Tage nach dem Vorfall, noch vor Wut. «Unmöglich ist das, ich bin hinterrücks reingelegt worden.» Vitzer, 63, haut mit der flachen Hand auf den Tisch. «Was haben diese Leute uns da nur angetan?» Täglich erhalte er Anrufe, im Dorf würden seine Frau und er geschnitten. Vitzer: «Ich will mich ausdrücklich bei der Bevölkerung entschuldigen. Wir sind hintergangen worden. Mit Rechtsextremen haben wir nichts, aber auch gar nichts am Hut.» |
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05.06.2009 - FUSSBALLVEREINE GEGEN RECHTS hängt zusammen mit dem Wirt Hans-Peter Vitzer ein Schild mit der Aufschrift "Kein Platz für Rassismus und Gewalt" an der Gaststätte auf. |
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15.06.2009 - Das Schild an der Kneipe ist verschwunden. Der Wirt Hans-Peter Vitzer lehnt es ab, ein neues Schild aufzuhängen. |
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25.07.2009 - In der Nacht zum 26.07. vor dem Spiel Alemannia Aachen U19 gegen PAOK Saloniki U21 verwüsteten Extremisten den Sportplatz des SV Merken, gruben ein Hakenkreuz und die Buchstaben K.A.L. in den Rasen und verstreuten Glasscherben in beide Torräume. Mit großen Anstrengungen brachte der Verein den Platz in mühevoller Arbeit so weit in Ordnung, dass das Spiel trotzdem stattfinden konnte. |
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25.08.2009 - Die Merkener Initiative "Unser Merken gegen Rassismus und Gewalt" bittet die Merkener Bevölkerung die bevorstehende angemeldete Demo der Neonazis nicht zu beachten und aus stillem Protest die Rollladen runter zu lassen. |
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28.08.2009
- Die NPD veranstaltet vor den Kommunalwahlen in Merken einen Propagandazug mit ihrem Wahlkampfthema "Tod den Kinderschändern" und versucht dadurch besorgte Mütter und Väter für ihre Wahlzwecke zu manipulieren. Der vorbestrafte Kinderschänder, der sich Anfang August in Merken aufgehalten hat, war zu dem Zeitpunkt wieder im geschlossenen Vollzug. Ca. 30 Nazis nahmen an der Demo teil, ca. 10 weitere Merkener folgten dem Zug. Während der Demo wurde ein gesuchter Neonazi von der Polizei verhaftet. Die Polizei bedankte sich für das besonnene Verhalten der Merkener Bürger. |
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30.08.2009
- Bei den Kommunalwahlen wählten in Merken 54 Personen die NPD bei einer geringen Wahlbeteiligung. Diese Zahl ist besorgniserregend, aber wir vermuten, dass das Wahlkampfthema "Tod den Kinderschändern" einige Merkener dazu bewogen hat, die NPD zu wählen. |
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25.01.2010 - Die NPD Düren verkündet heute auf Ihrer Internetseite, in Merken einen "...Knotenpunkt der nationalen Widerstandbewegung im Rheinland..." aufzubauen. Gemeint ist damit der Kauf der Gaststätte "Zum Sportplatz", die der Besitzer seit geraumer Zeit zu veräußern versucht. Auch wenn die Finanzierung noch nicht ganz gesichert sei, der Inhaber bot laut Verfasser freundlicherweise schon mal einen Mietkauf an. |
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04.02.2010 - In der Ratssitzung vom 03.02.2010 beschloss der Rat der Stadt Düren, im Rahmen des Dorfentwicklungsplanes (östlicher Dorfeingang) ein besonderes Vorkaufsrecht im Bereich Peter- und Alexanderstrasse. Die gültige Satzung besagt einfach erklärt, das Verkäufe der Stadt unverzüglich angezeigt werden müssen. Diese kann dann innerhalb von zwei Monaten ihr Vorkaufsrecht zum Verkehrswert ausüben. In dem beschriebenen Bereich liegt u.a. die Gaststätte "Zum Sportplatz". Die NPD moniert nun, das die Stadt ja gar kein Geld für einen Kauf hätte und beschimpft diese deshalb als "Scheindemokraten". |
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10.02.2010 - Vertreter von "Unser Merken gegen Rassismus und Gewalt" trafen sich mit Vertretern des "Dürener Bündnisses" um ein weiteres gemeinsames Vorgehen abzusprechen. Ein Informationsblatt der IG Merken zu dem von der Stadt Düren beschlossenen Vorkaufsrecht wurde im Ort verteilt. |
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20.02.2010 - Am Abend des 20. Februar 2010 fand in der Gaststätte "Am Sportplatz" erneut eine größere Veranstaltung der NPD statt. Laut Augenzeugen skandierten die anrückenden Neonazis gegenüber den Anwohnern Parolen, die wir hier nicht wiedergeben wollen. Obwohl die Polizei (bereits im Vorfeld) anwesend war, kam es um kurz nach 19:00 Uhr zu einem tätlichen Angriff auf einen freien Journalisten und einem Vertreter des "Dürener Bündnisses", die gegenüber der Gaststätte recherchierten. |
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27.02.2010 - Die Initiative "Unser Merken gegen Rassismus und Gewalt" und viele Freiwillige verteilen im Dorf einen Aufruf zu einer Kundgebung und Demonstration am kommenden Samstag, 06.03.2010. |
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02.03.2010 - Der Wirt Hans-Peter Vitzer versichert dem Mittelstandsvorsitzenden Rolf Delougne, dass keine Nazi-Veranstaltung mehr in seiner Gastwirtschaft abgehalten wird. Das Treffen der K.A.L. am 13.03.2010 findet definitiv nicht statt. |
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03.03.2010 - Im Dürener Rathaus informieren Horst Knapp und Jo Ecker von der Initiative "Unser Merken gegen Rassismus und Gewalt" die lokale Presse, Radio Rur und WDR 2 über die bevorstehende Demonstration und Kundgebung "Wir sind Merkener, Nazis nicht!" am Samstag, den 06.03.2010. |
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04.03.2010 - Wie Rolf Delhougne heute Morgen "live" per Telefon aus der Gaststätte "Zum Sportplatz" mitteilte, hat Peter Vitzer ein von ihn vermitteltes Angebot mit seiner Unterschrift angenommen. Auch wenn dies noch notariell besiegelt werden muss, ist dies jetzt schon eine doch sehr erlösende Nachricht für die Merkener Bevölkerung. |
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05.03.2010 - Trotz angeblichen Verkauf der Gastwirtschaft an einen seriösen Käufer findet der Demonstrationszug am Samstag allerdings wie geplant statt. Er richtet sich wie angekündigt gegen die weiteren Aktivitäten der Neonazis in Merken.Die Initiatoren haben allerdings nichts dagegen, wenn nach der Kundgebung an der Kirche das Erbsensuppenessen in ein frohes Straßenfest mündet. Die Dürener Kreisbahn setzt für die Demonstration in Merken am 06.03.2010 einen Sonderbus ein. |
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06.03.2010 - Ein Dorfgemeinschaft zeigt Einigkeit - Gemeinsam mit vielen auswärtigen Demonstranten startet Jo Ecker vom "Merkener Bündnis gegen Rassismus und Gewalt" mit der Eröffnungsrede eine friedliche Demonstration mit über 750 Teilnehmern durch den beschaulichen Ort Merken. Bürgermeister Paul Larue, Susanne Rößler vom Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt und Dominik Clemens von der Dürener Antifa verabscheuten gemeinsam in ihren Reden Rechtsextremismus, während im Hintergrund die Glocken der Merkener Kirche aus Solidarität geläutet wurden. Nach dem Demo endete das friedliche Zusammenkommen von Gegnern gegen Rechts mit einem kostenlosen Erbsensuppenessen. |
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12.03.2010 - Die Initiative "Unser Merken gegen Rassismus und Gewalt bedankt sich bei der Merkener Bevölkerung mit einem Flugblatt für die Teilnahme an der friedlichen Demonstration. |
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03.04.2010 - FUSSBALLVEREINE GEGEN RECHTS und UNSER MERKEN GEGEN RASSISMUS UND GEWALT demonstrieren gemeinsam am Ostersonntag gegen eine Große Demo der NAZIS in Stolberg |
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24.04.2010 - Große Putzaktion in Merken: die Initiative "UNSER MERKEN GEGEN RASSISMUS und GEWALT" entfernt über 200 Nazi-Aufkleber von Laternen und einige Wandschmierereien. |
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25.04.2010 - Nazis verunstalten Spielplatz am Friedhof in Merken: Tischtennisplatte und Spielgerät mit NPD-Schmiererei und Hakenkreuz verwüstet |
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30.04.2010 - In Absprache mit Pastor Plum und Mitgliedern des Pfarrgemeinderates wurde im Nachgang der Laternenputzaktion am 30.04.2010 die Rechte Schmiererei auf der Kirchenmauer entfernt. "Eine nach der Reinigung helle Stelle sei immernoch besser dieses Geschmiere", so Pastor Plum. Seinerzeit wurde übrigens Anzeige bei der Polizei erstattet. |
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17.08.2010 - Hans-Peter Vitzer, Ex-Wirt und oft Gastgeber der Neonazis verläßt seinen Wohnsitz in Merken und zieht mit Familie nach Linnich. |
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02.09.2010 - Die Dürener Zeitung veröffentlicht, dass der Verkauf der Gaststätte am Sportplatz nun doch noch geplatzt ist. Nach Rücksprache mit dem Käufer ist das jedoch nicht so, da Verträge immer noch eingehalten werden müssen. Es gäbe nur Probleme bei der Umsetzung der Übergabe. |
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02.10.2010 Schlüsselübergabe von Vitzer auf den neuen Besitzer. Dieser beginnt mit den Umbauten an seinem neuen Objekt. |
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12.07.2011 Die Chaoten machen weiter. Schaukästen und Stromkästen werden mit Naziparolen und Hakenkreuzen beschmiert. |
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16.07.2011 Mitglieder der Merkener Initiative "Unser Merken gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt" entfernt in der Peterstraße Aufkleber der NPD und der KAL, sowie Schmierereien auf Schaukästen und Stromkästen |
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